Presse- aussendung
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Magen-Darm-Probleme aufgrund von Nahrungsmittelunverträglichkeiten

„Moderne Krankheiten“ – wenn Essen krank macht

Dr. Gloria Kozel, Ärztin für Allgemeinmedizin und Homöopathie in Graz, gibt hilfreiche Tipps anhand von Fallbeispielen:


Es gibt in der homöopathischen Praxis Themen, die sich dem Zeitgeist gemäß „hereinschleichen“.

In den letzten acht Jahren beschäftigt mich das Thema der Nahrungsmittelunverträglichkeiten Laktose-Fruktose- und Histaminintoleranz intensiv – pro Woche behandle ich bestimmt drei bis vier Patienten mit diesem Symptomenkomplex.

Ich habe meinen Beitrag unter anderem auch deshalb „moderne Krankheiten“ genannt, weil diese Erkrankungen Dr. Samuel Hahnemann, dem Begründer der homöopathischen Heilmethode, nicht bekannt waren. Sie lassen sich aber trotzdem mit demselben System wie vor mehr als 200 Jahren bekämpfen!
Es gelingt in sehr vielen Fällen mithilfe der chronischen Arznei, dem sogenannten Konstitutionsmittel, eine Besserung, ja sogar Heilung zu erreichen. Erstaunlich: Die Patienten können bald wieder alles essen – und: Diese Zeit beträgt nur wenige Wochen bis zu einem halben Jahr.

Die Diagnose Laktose-Fruktose- oder Histaminintoleranz wird heutzutage sehr häufig gestellt. Mit Sicherheit hat sich die Diagnostik verbessert. Hat sich aber auch unsere Nahrung verändert? Sind die Lebensbedingungen der Menschen in Job und Familie in den letzten Jahren härter geworden?

Magenschutzpräparate als Ursache von Nahrungsmittelintoleranzen
Als mögliche Ursache der vielen Nahrungsmittelintoleranzen wird ein Zusammenhang der Einnahme von Säurehemmern (Magenschutzpräparaten) mit Schmerzmitteln diskutiert.
Die monatlich erscheinende „med info“ der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse befasste sich im April 2009 mit dem Thema „Säurehemmer und Nahrungsmittelallergien“. Demnach zählt die Gruppe der Protonenpumpenhemmer (PPI) zu den weltweit am häufigsten und nach allgemeiner Einschätzung zu den deutlich zu oft verordneten Medikamenten. Die „med info“ zitiert eine entsprechende Arbeit mit Studienvergleichen im British Medical Journal vom Jänner 2008. Auch drei Autorinnen der MedUniWien konnten in zahlreichen, international publizierten Arbeiten zeigen, dass routinemäßige Einnahme von Säureblockern nachweislich das Risiko steigert, an einer Nahrungsmittelallergie zu erkranken.
Durch die Einnahme von magensäurehemmenden Medikamenten erhöht sich der pH-Wert im Magen. Das Magenenzym Pepsin kann so das mit der Nahrung aufgenommene Eiweiß nicht aufspalten; unverdaute Proteine können leichter sensibilisieren und auch schon bei geringer Dosis Symptome auslösen. So werden einerseits die Neusensibilisierungen gefördert und andererseits bestehende Allergien schon bei geringeren Allergenmengen symptomatisch.

Histamin zu meiden ist nicht leicht
Kuhmilch oder Fruchtzucker kann man eine gewisse Zeit weglassen; am schwierigsten ist es, dem Histamin auszuweichen. Diese chemische Verbindung wird einerseits in unserem Körper als wichtiger Botenstoff gebildet und andererseits auch mit der Nahrung aufgenommen.
Histaminhaltige Nahrungsmittel finden sich auf unserem täglichen Speiseplan: Milch, reifer Käse, Tomaten, Ketchup, luftgetrocknetes Fleisch und Würste, Rotweinessig, Balsamico, Bier. Nicht alltäglich, aber doch geschätzt sind zum Beispiel alte Rotweine oder Champagner.
Einige Nahrungsmittel besitzen die Fähigkeit, körpereigenes Histamin vermehrt freizusetzen. Dazu gehören Erdbeeren, Zitrusfrüchte, Meeresfrüchte und Tomaten. Bei bestätigter Histaminintoleranz werden oftmals Kreuzreaktionen mit Nüssen, Schokolade und Himbeeren beobachtet.

Was bleibt noch über – was kann man da noch essen?
Die Nahrungsmittelunverträglichkeiten gehören homöopathisch gesehen zu den chronischen Krankheiten, wir finden für die ganz individuellen Symptome der Kranken mittels einer ausführlichen Anamnese (Fallaufnahme) eine einzige Arznei.
Die Symptome der Nahrungsmittelintoleranzen können sehr verschieden sein – Bauch- und Kopfschmerzen sowie Hauterscheinungen sind dabei die häufigsten Beschwerden. Wir homöopathischen Ärzte hören aufmerksam zu und finden für die auffälligsten Lokalsymptome, für die Allgemeinsymptome (dazu zählen Eigenheiten und Gewohnheiten in Bereichen wie z.B. Schlaf, Krankheitsneigungen, Schweiß, Wettervorlieben oder Anfälligkeiten in speziellen Jahreszeiten, Temperaturregulation, Durst, Nahrungsmittelverlangen oder -abneigungen) und die Eigenarten des Patienten sein chronisches Mittel – eine Arznei für alle Beschwerden. Die Wahl der Potenz (= Stärke) entspricht der Ebene der Störung (körperlich oder psychisch – Achtung auf auslösende Ursachen), der Dauer der Beschwerden und dem Energiezustand des Patienten.

Fallbeispiel I: Klara (Name geändert), 71 Jahre
Klara litt an juckenden Hautausschlägen an Armen und Unterschenkeln, sowie unter Bauchschmerzen nach jedem Essen; morgens zusätzlich an Schmerzen am Hinterkopf. Nachts wurde sie oft wach, es war ihr heiß. Tomaten und Wein verschlimmerten diese Zustände. Zusätzlich verspürte sie Jucken an der Nasenspitze, im Gehörgang und am Rücken. Ihr Charakter: gewissenhaft und peinlich genau in Kleinigkeiten. Verlauf Februar – Mai 2007: Seit der dreimaligen Gabe von Sepia in steigenden Potenzen ist die Patientin beschwerdefrei geblieben.

Fallbeispiel II: Michaela (Name geändert), 25 Jahre
Michaela litt an krampfartigen Bauchschmerzen nach dem Essen. Sie hatte abwechselnd mit Verstopfung und Durchfall zu kämpfen. An Armen und Beinen bekam sie häufig Hautausschläge. Oft wurde Michaela zusätzlich von pulsierenden Kopfschmerzen an der Stirn, begleitet von Übelkeit geplagt. Ihr Charakter: schüchtern und zaghaft, zurückhaltend und reserviert, sanft. Zudem spürte sie häufig ein starkes Verlangen nach Schokolade, die sie aber leider nicht gut vertrug.
Verlauf Anfang November 2014 bis heute: Verordnung von Pulsatilla D200 1x/Woche bis Anfang Jänner 2015. Daraufhin wurden die Beschwerden besser, kamen aber leicht zurück. (Im Verlauf einer chronischen Erkrankung kommt es häufig zu einer Besserung und dann wieder zu einer Verschlechterung. In dem Fall wird die Potenz der Arznei gesteigert.) Der Patientin wurde
Pulsatilla M im Abstand von 10 Tagen verordnet. Seit der letzten Kontrolle war die Patientin beschwerdefrei und ist es bis heute geblieben.

Rückfragehinweis:
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Agentur für Gesundheit und Kommunikation
Daniela Hennrich
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Presseinformation Wien, April 2015

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